Donnerstag, 29. Mai 2014

Tee bei PMS

Seit der Geburt meiner Kinder leide ich leider am Prämenstruellen Syndrom (PMS). Nach der Geburt meiner Tochter waren es "nur" Schmerzen um den Eisprung herum. Nun, nach der Geburt meines Sohnes haben sich leider auch psychische Beschwerden dazu gesellt. Da ich der Einnahme von Hormonen und sonstigen Medikamenten grundsätzlich zuerst mal aus dem Weg gehe, habe ich mir einen Tee gemischt, der mir bisher wirklich gut hilft. Auch die lästigen Stimmungstiefs habe ich so absolut gut im Griff.

Für den Tee habe ich Frauenmantelkraut, Johanniskraut, Mönchspfeffer, Schafgarbenblüten und Traubensilberkerze zu gleichen Teilen gemischt und trinke nun jeden Tag eine Tasse davon.

Diese Eigenschaften der Kräuter haben mich dazu bewogen, sie in die Mischung aufzunehmen:


  • Frauenmantel
    - wirkt krampflösend
    - ähnelt dem Hormon Progesteron
    - wie der Name schon sagt ist er ein wichtiges Mittel in der Frauenheilkunde
  • Johanniskraut
    - wirkt krampflösend
    - wirkt aufhellend aufs Gemüt
    - beruhigt die Nerven
  • Mönchspfeffer
    - fördert die Bildung des Hormons Progesteron
    - wird oft in Medikamenten zu PMS verwendet
  • Schafgarbe
    - wirkt krampflösend
    - hemmt Entzündungen
  • Traubensilberkerze
    - wirkt krampflösend
    - beruhigt die Nerven
    - hilft bei depressiven Verstimmungen

Natürlich ist das kein Allheilmittel, weil jeder anders auf die Kräuter reagiert, aber mir tut diese Mischung gut.

Liebe Grüße
Barbara

Montag, 26. Mai 2014

Buchtipp zur Pflanzenbestimmung

Ich liebe es, mich mit den heimischen Pflanzen zu beschäftigen. Leider kann ich sie oft nicht recht zuordnen, zumal einige Arten sich auch recht ähnlich sehen, was nicht immer ungefährlich ist. Daher habe ich mir vor rund zwei Jahren einen Pflanzenführer zugelegt, den ich jedem wärmstens empfehlen kann. Und zwar habe ich den BLV Pflanzenführer für unterwegs. (Mittlerweile gibt es hier die Neuauflage davon) Vorgestellt werden über 1000 verschiedenen Blumen, Gräser, Sträucher und sogar Bäume. Das Buch hat fast 500 Seiten und zu jeder Pflanze gibt es eine sehr detaillierte Zeichnung, die auch Anfängern die Pflanzenbestimmung ermöglicht. Der Inhalt ist nach Farben gegliedert und innerhalb dieser Kapitel nochmal nach Anzahl der Blütenblätter. So wird die gesuchte Pflanze schnell gefunden. Alles in Allem ist dieses Buch ein richtig tolles Standardwerk in einer angenehmen Größe. Für unterwegs ist es allerdings nicht wirklich geeignet, da es recht schwer und dick ist.

Liebe Grüße
Barbara

Sonntag, 25. Mai 2014

Gänseblümchen- Seife

Hallöle Ihr Lieben,
heute zeig ich Euch ein einfaches Rezept, wie man eine wundervolle Gänseblümchenseife machen kann

Dazu braucht Ihr:
* Gänseblümchen für einen Tee und für den Seifenschleim 
* 4 Ärzteseifen oder Kernseifen
* eine Ölmazerate aus Gänseblümchen oder auch Kamille (ganz wie ihr mögt)
* eine alte Reibe
* einen alten Topf
* eine Holzkiste mit Folie ausgelegt, Ihr könnt aber auch z.b. eine Pringels Chips Rolle nehmen, sowie aber auch eine Plastikaufbewahrungsdose. (Nur danach könnt Ihr die Gerätschaften nicht mehr für anderes verwenden. Aber schmeißt es nicht weg, vlt. wollt ihr ja wieder mal eine Seife herstellen)

Zuerst müsst Ihr Euch eine Ölmazerat anmachen. Dazu nehmt ein gutes Öl wie z.B.Olivenöl, Mandelöl, Jojobaöl usw. Gebt die Gänseblümchen in ein Schraubglas, so dass die Hälfte des Glases voll damit ist. Nun schüttet Ihr das Öl bis zum Glasrand ein, verschließt es und lasst das Glas ca 3-6 Wochen an einem warmen Platz stehen. Schüttelt es ab und zu mal.
Wenn das Öl soweit ist, seiht die Gänseblümchen ab und gebt das Öl in eine Flasche wo Ihr immer wieder darauf zurück greifen könnt.
Ich selbst gehe hier nach meinen Gefühl, wieviel Kraut ich benutze. Aber als Grundlage sagt man meist so ein halbes Glas voll.
(Das restliche Öl könnt Ihr auch für eine Salbe später verwenden. Das Öl hält so 1-2 Jahre, je nach Lagerung)

Nun geht es an die Seife ran...
Ihr müsst zuerst die Ärzteseife klein raspeln. Ich sag Euch gleich, das geht in die Arme
Nebenher könnt Ihr ein Gänseblümchentee aufsetzen
Dazu nehmt Ihr so ca 200ml Wasser
Ihr könnt den Tee ruhig schön stark machen

Wenn ihr es geschafft habt die Seife zu raspeln, gebt sie in den Topf
Ich habe einen Topf von meiner Oma bekommen, den sie nicht mehr braucht, aber achtet darauf, dass er nicht zu klein ist


Und los geht die Matschepampe
Ihr erwärmt die Seife mit dem Tee auf schwacher Hitze und rührt, rührt und rührt. Gebt dabei immer wieder etwas von dem Gänseblümchenöl dazu. Hier hab ich leider keine genaue angabe, da ich immer mal wieder ein Schucker dazu rein gebe, damit es schön geschmeidig wird.
Und vergesst das Rühren nicht, da es unten am Topf anbrennen kann.
Ihr könnt nun noch nach belieben zuvor getrocknete Gänseblümchen einstreuen.

Endlich nach langem vorsichtigem rühren kommt die ganze Pampe in eine ausgediente Holzbox, die sich super dafür eignet. Meine stammt aus einer Wellness Geschenkbox

Nun muss das Ganze so 24-48 Stunden ruhen (in der Kiste) und dann aus der Form rausholen
 
Wenn dies geschafft ist, dank der zuvor ausgelegten Folie, könnt Ihr es in handgerechte Stückchen schneiden.
Die Stückchen legt Ihr dann für 6-8 Wochen nocheinmal zum trocknen
Danach ist sie einsatzbereit.
Ich nehm sie sehr gerne für mein Gesicht, wenn es etwas pickelig wird, wie z.b. an bestimmten Tagen *zwinker* oder einfach gereizt ist.
Diese Seife z.B habe ich 2012 hergestellt und sie duftet noch heute ganz natürlich ohne andere Zusätze von Duftstoffen. In meinem Freundeskreis ist sie heiß beliebt

Noch ein kleiner Tip: Ich habe diese Seife auch schon mit gewöhnlicher Kernseife hergestelt. Sie wird lang nicht so gut wie mit der Ärzteseife. Die Kernseife wird irgendwie bröckelig und unschön, hat einen zusätzlichen zitronigen Duft. Also mit der Ärzteseife finde ich es 1000 mal besser.
Nun wünsche ich Euch viel Freude beim nachmachen und bedenkt das eine Seife, auch wenn sie "nur" gekauft und geraspelt ist auch seine lange Zeit braucht um zu entstehen und zu einer tolle Heilseife reifen muss
Ganz herzliche Grüße
Eure Vanessa

Samstag, 24. Mai 2014

Gänseblümchen- Sirup

Hallöle Ihr Lieben
heute ist es soweit und ich zeig Euch wie man ein Gänseblümchensirup herstellt.Ich hab erstmal eine kleine Menge davon gemacht, da es für mich auch das erste mal ist, dass ich diesen Sirup mache
Ihr benötigt:

* eine große Hand voll Gänseblümchen
* wer mag etwas frische Minzblätter
* eine halbe Zitrone
* 500 Gramm Zucker
*1/2-1 L Wasser

Zubereitung:
Geht an einem sonnigen Tag raus in die Natur und sammelt eine gute Hand voll Gänseblümchen. Achtet aber bitte darauf, dass sie "gesund" sind. Damit meine ich noch voll in der Blüte und nicht zerrupft.
Gebt die Blümchen in ein Gefäß, dass auch heißes Wasser aushält. Wer mag kann auch ein bisschen Minze dazugeben. Ich habe die Blüten mit absicht nicht angewaschen, da sonst die Pollen abgetragen werden, die ja wichtig sind.
Nun kocht 1/2 Liter Wasser auf und schüttet das sprudelnde Wasser über die Blümchen, presst die halbe Zitrone dazu rein.
Ich habe es über Nacht ziehen lassen und am nächsten morgen noch einmal samt Pflanzenteile aufgekocht, abkühlen lassen und zum Schluss durch ein Tuch abgeseiht. Da durch das aufkochen Wasser durch Dampf entwich, messt es nochmal ab und gibt zusätzlich Wasser dazu, bis es wieder 500ml sind
Die abgekühlte "Suppe" wird nun wieder auf die Herdplatte gestellt und 500 Gramm Zucker dazugegeben. Unter rühren aufkochen lassen und 5 Minuten weiter sprudelnd ständig rühren.
Dann wird der Sirup in vorbereitete Fläschchen abgefüllt.

Weitere Variante:
*Die Pflanzenteile mit dem Wasser nach dem ziehen lassen, pürieren und wie folgt zum Sirup kochen
*Man kann auch noch Spitzwegerich anstatt Minze dazu geben dann hat man ein super Erkältungsmittel

Es schmeckt super zu Eis, Pudding,Süßspeisen aller Art, in Wasser verdünt an heißen Tagen, im Tee...
HIER könnt Ihr noch ein Rezept, was ich im www gefunden habe anschauen, genauso wie HIER
Nun wünsche ich Euch einen schönen Samstag
Eure Vanessa

Freitag, 23. Mai 2014

Das Gänseblümchen

Hallöle Ihr Lieben
Barbara und ich dachten, es wäre schön eine Art Pflanzenlexikon so nach und nach zu erstellen und daher möchte ich Euch heute mal einen kleinen Einblick in das Pflänzchen "Gänseblümchen" geben.

Das Gänseblümchen kennt und liebt jedes Kind.
Als Kind hab ich es selbst gerne gepflückt und zu einem Kopfschmuck geflochten oder das berühmte "er liebt mich, er liebt mich nicht" Orakelspielchen gespielt.
Aber das es auch großartige Heilwirkungen in sich trägt, weiß ich auch erst seit ein paar Jährchen.
Die Inhaltsstoffe des lieblichen Blümchens sind:
* Schleimstoffe
* Bitterstoffe
* Vitamin C
* Gerbstoffe
* Mineralstoffe
* Saponine

Sammeln kann man es theoretisch das ganze Jahr durch. Denn es ist eins der ersten Blümchen im Frühjahr, dass sein Köpfchen aus Mutter Erde gen Himmel streckt. Ich habe mal meine ganzen Bücher gewälzt, in denen steht, dass es zwischen März und November gesammelt werden kann.
Das Blümchen kann in vielen Formen verwendet werden, wie z.B.:
Seine Eigenschaften/ Heilwirkungen:es ist enzündungshemmend (auch auf der Haut), vorallem bei Atemwegserkrankungen, auswurfsfördernd, krampf- und hustenlösend, Stoffwechsel anregend, Verdauungsfördernd, stärkend (auch psychisch), regeneriert die Atemwege
Augenspülung: man nehme den Infus aus 4-5 TL auf 1/2L Wasser. Hilft bei gerstenkörner und fördert das schnellere Ausheilen
als Tee innerlich: die Blätter regen den Appetit und Stoffwechsel an. Es fördert die Verdauung und hat super tolle krampfstillende Eigenschaften, vorallem auch bei hartnäckigen Husten --> ist auswurffördernd.
Es hilft sehr gut nach dem Winter gegen den Vitaminmangel in Form einer Frühjahrskur, sowie als Blutreinigung und Erkältungen. Interessant finde ich auch, dass es der Gebärmutter nach der Geburt hilft sich wieder zurückzubilden.
Tee äußerlich: ist auch nicht zu verachten. Denn hier hilft es bei Ausschläge, Ekzeme und Insektenstiche. Es lindert hauptsächlich den Juckreiz . Aber auch bei unreiner Haut klärt es und heilt hartnäckige Wunden und Milchschorf.
Als Tinktur kann man es bei Quetschungen, Verstauchungen und Zerrungen einsetzen. Oder aber auch verdünnt mit Wasser innerlich einnehmen
Kosmetisch: gibt es uns auch ganz viel her. Nämlich in Form einer Gänseblümchenseife (hier stell ich Euch das Rezept die Tage über ein), Salbe, Gesichtswässerchen und als Maske
Da ich es liebe zu Räuchern, darf in einem Lexikon auch das Räuchern nicht fehlen.
Räuchern:das Gänseblümchen schafft Kontakt zu unsrem inneren Kind. Ist gut zu Räuchern wenn man Probleme hat sich nach außen hin besser abzugrenzen. Natürlich auch für Liebesräucherungen.
Man sagt auch "Balsam für die geprellte Seele" Es hilft vor allem nach heftigen seelischen Verletzungen, wenn man von vertrauter Seite ausgenutzt wurde. Und wenn man versucht es allen Recht zu machen und dabei seine eigene Bedürfnisse vergisst
Stärkt Menschen die völlig überarbeitet sind. Liebevolle und wärmende Energie die auch kindliche Freude schenkt. Der Duft lässt eine sonnige Leichtigkeit entstehen.
In der Küche hat man sehr viele verschiedene Möglichkeiten das Gänseblümchen einzusetzen. Sie sind z.b als falsche Karpern (hier die Knospen) bekannt und im Salat (auch als Frühjahrskur) sind sie super lecker. Man kann auch einen Saft aus ihnen erstellen, indem man die Blüten und Blätter mit Wasser püriert. Und wer kennt nicht die leckeren Butterbrote mit den Gänseblümchen drauf? Nicht zu vergessen die kandierten Blüten...

Aber eins ist noch wichtig zu sagen: Es ist besonders für Kinder ein wunderbares Heilmittel.
Wie der Pfarrer Künzle sagte: " Eine Priese Maßliebchen soll man jeder Mischung Kindertee beifügen..."
Es ist gerade in der Kinderheilkunde bewährt und kommt hier als Tee  und als Gänseblümchenhonig bei der Behandlung von Husten zum Einsatz.
Ich finde auch hier merkt man wieder, wie stark der Kontakt zwischen dem Blümchen und Kindern ist

Zu diesem Anlass dachte ich mir, mache ich eine "Gänseblümchenwoche" in der ich Euch ein paar Rezepte zeigen werde.
Nun wünsche ich Euch einen tollen Start in das Wochenende
Eure Vanessa

Donnerstag, 22. Mai 2014

Waldmeistersirup

Bei einem Waldspaziergang habe ich Unmengen von Waldmeister entdeckt und musste natürlich sofort welchen pflücken. Daraus mache ich einen leckeren Sirup, der mit Wasser verdünnt ein tolles Erfrischungsgetränk ergibt.



Und so geht´s:
1 Sträußchen Waldmeister antrocknen lassen, am Besten über Nacht. Einen Liter Wasser mit 650 g Zucker aufkochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Danach abkühlen lassen. Nun werden zwei Zitronen (Bio-Qualität) in Scheiben geschnitten und zusammen mit dem Waldmeister zur Zuckerlösung gegeben. Das Ganze muss nun ca. 5 Tage im Kühlschrank ziehen, bevor der Sirup fertig ist. Man kann ihn sofort verwenden. Um ihn haltbar zu machen, koche ich das ganze allerdings nochmal auf und fülle den Sirup heiß in gut ausgespülte Flaschen ab. Der Geschmack leidet zwar ein wenig darunter, aber dafür hat man länger etwas davon.


Bei Waldmeister ist grundsätzlich zu beachten, dass man nicht zu viel davon zu sich nimmt, da das enthaltene Cumarin Kopfschmerzen verursacht.

Inzwischen war ich nochmal unterwegs beim Pflücken und werde mich an einem Waldmeister Panna cotta versuchen. Ich bin gespannt!

Und weil der Sirup nur für mich ist (weil ihn sonst keiner mag) ;), geht er gleich mal zu RUMS.

Liebe Grüße
Barbara

Mittwoch, 21. Mai 2014

Fichtenspitzensirup

Ich finde es immer wieder als kleines Wunder, wenn im Frühjahr aus der "kahlen" Natur ein buntes Meer an Farben und Düften entsteht. Überall blüht und sprießt es. So auch an den Fichten. Und aus den jungen, hellgrünen Trieben lässt sich ein wunderbarer Hustensaft herstellen.

Dazu werden die jungen Fichtentriebe in einen Topf gegeben und gerade mit soviel Wasser bedeckt, dass keine Spitze mehr herausschaut. Das Ganze muss nun über Nacht ziehen und wird dann aufgekocht. 1 Stunde leicht köcheln lassen. Danach wieder 24 Stunden ruhen lassen. Am nächsten gießt man den Sud durch ein Küchentuch und drückt die zurückgebliebenen Nadeln fest aus. Nun wird die aufgefangene Flüssigkeit mit 400 g braunem Kandis je Liter Flüssigkeit aufgekocht. Der Sud muss nun ca. 5 Stunden offen vor sich hin köcheln, bis er eine zähflüssige Konsistenz hat. Noch heiß in gründlich gespülte Gläser füllen (am Besten kurz mit Alkohol ausschwenken) und sofort verschließen.


Bei Husten nimmt man immer wieder einen Teelöffel davon ein, so wie es einem gut tut.

Liebe Grüße
Barbara