Dienstag, 30. September 2014

Kastanien- Waschmittel

Hallo Ihr Lieben
heute möchte ich Ecuh etwas besonderes zeigen, das man mit Kastanien machen kann.
Letztes Jahr als ich auf der Suche nach einem Waschmittel war, dass nicht mit Tierversuchen "verseucht" ist, bin ich auf die Seite der Selbstversorger gestoßen.
Hier wurde von einem Kastanien- Waschmittel berichtet. Hmmm Waschmittel aus Kastanien??? Ja genau!
Ich hab also recherchiert und bin dann los zum sammeln, das selbst erforschen.
Hach das ist ja schon was schönes etwas neues zu entdecken und zu erforschen, oder nicht?
Daher möchte ich Euch nun, zu der Sammelzeit der Kastanien dazu ermuntern es selbst auszuprobieren.

Ihr braucht nichts weiter als Kastanien,Wasser und ein Schraubglas

Ich habe dieses Jahr eine schöne große Kiste voll Kastanien gesammelt.
Man kann sie aufbewahren. Sie werden halt super hart und wird später um so schwerer sie zu Schälen. Aber hier gibt es auch gewisse Tricks, auf die ich noch zu sprechen komme.
Nun erstmal zum Waschmittel...
Ihr braucht nicht viele Kastanien dazu, es reichen 3-5 Stück.
Nun heißt es die Samen aus der Schale zu holen.
Ich benutze dazu ein scharfes Messer und Teile die Kastanie in 2 Hälften

Jetzt bracuht man etwas Kraft, Vorsicht und Geduld. Schält nun die Schale ab (schmeißt sie aber nciht weg)
Ich hab die Früchte dann nochmal etwas zerkleinert, damit die Inhaltsstoffe und vorallem die Saponien besser raus können.
Gebt die Kastanien (nicht die Schale) in das Schraubglas und gebt das Wasser drüber. Ich benutzt heißes Wasser, so können sich meiner Meinung nach die Seifenstoffe besser lösen.
Nun muss das ganze vor sich her ziehen. Ich hab 24 Stunden gewartet.
Alles gut durchschütteln und wer mag kann noch Kräuter zu Beginn mit rein geben.
Damit auch der Maschine später etwas Gutes getan wird, kann man noch einen Schucker Essigessenz rein geben.


Es wird etwas komscih riechen, da es anfängt zu gähren. Aber das tut der Wäsche keinen Abbruch.
Nun nehmt ein ganz feines Sieb und haltet es über die Waschpulverkammer.
Für die Maßeinheit des fertigen Waschmittels hab ich ein kleines Olivenglas genommen und darin das fertige Mittel eingegeben. So hab ich in etwas eine gute Menge das ich brauche.
Schüttet nun das abgemessene Waschmittel in die Kammer, indem ihr es zusätzlich mit dem feinen Sieb filtert.

Jetzt könnt Ihr ganz normal Eure Wäsche waschen.
Ich habe das anfangs sehr skeptisch betrachtet und war danach absolut begeistert. ES hat meine Wäsche sauber gemacht, es hat ganz neutral gerochen (keine Spur mehr des Gährgeruches). Durch die Essigessenz wurden die Handtücher auch nochmal kuschelweicher.

Hier noch ein paar Tipps:
* Laut eines Buches heißt es dass man die Schale noch für dunkle Wäsche ansetzen kann
* Ich denke die Schale kann man auch weiter zu Shampoos verarbeiten (das werde ich noch testen)
* Zum Schälen gibt es mehrer Methoden, die man ausprobieren kann. HIER habe ich dazu einen tollen Bericht und Anwendungsmöglichkeiten gefunden. auch einen Testbericht könnt Ihr HIER finden

Ich habe heute auch noch für weitere Kastanienrezepte, begonnen Kastanienpulver herzustellen. Also lasst Euch überraschen

Ganz liebe Grüße
Eure Vanessa

Samstag, 27. September 2014

Die Rosskastanie

Hallo ihr Lieben,

der Herbst hat nun endgültig Einzug gehalten. Die Blätter färben sich bunt, die Luft wird klarer und den ersten Frost haben wir auch schon hinter uns. Überall fallen nun die Kastanien, das freut nicht nur die Kinder sondern auch wir Kräuterweiber bedienen uns an den braunen Schätzen.

Heute möchten wir euch die Heilpflanze des Jahres 2008 etwas genauer vorstellen.

Zu den Inhaltsstoffen zählen neben Saponinen und Gerbstoffen auch Flavonoide, Bitterstoffe
und Kumarine.

Sammeln können wir die Samen jetzt im September und Oktober (falls noch was übrig bleibt).

Die Heilwirkung der Kastanien bezieht sich hauptsächlich auf unser Durchblutungssystem. Kastanien sind zusammenziehend, entzündungshemmend, blutreinigend, durchblutungsfördernd, wundheilend, hautberuhigend und sie stärken die Venen. Außerdem können sie Juckreiz stillen und filtern UV-Strahlen.

Innerlich wird die Kastanie nur als fertige Arznei empfohlen. Für Hustentee sind nur die Blüten geeignet.

Äußerlich finden sich jedoch einige Möglichkeiten, wie wir unserem Körper Gutes tun können. Am verbreitetsten ist wohl die Tinktur aus den geschälten Samen, die bei Krampfadern, müden Beinen, Wadenkrämpfen, Venenentzündungen und Verstauchungen zum Einsatz kommt. Aber auch bei Hämmorhoiden oder zur Vorbeugung von Thrombosen ist sie sehr hilfreich. Wer einen Brei aus den Kastanien kocht, kann Cellulitis vermindern. Allerdings muss diese
Anwendung über einige Wochen hinweg erfolgen. Eine Handcreme hilft bei rissigen Händen und als Wärmekissen sind die Kastanien sehr wohltuend bei Rückenschmerzen. Zudem soll eine Kastanie in der Hosentasche bei Rheuma helfen.

Ein besonderes Augenmerk möchten wir auf die kosmetische Bedeutung der Kastanie richten. Durch die enthaltenen Saponine wird Rosskastanienpulver gerne in Seifen, Cremes, Shampoos usw. verwendet. Hier finden sich unzählige Rezepte. Auch als Waschmittel können sie verwendet werden.

In der Homöopathie wird die Rosskastanie unter dem botanischen Namen "Aesculum hippocastanum" vor allem bei Krampfadern, geschwollenen Beinen, Hämmorhoiden und Kreuzschmerzen (gerade auch in der Schwangerschaft) gerne verwendet. Als feinstoffliche Essenz spielt die Blüte der Kastanie bei den Bachblüten eine große Rolle (White Chestnut und Chestnut Bud).

Anwendungen zum Räuchern ist mir die Kastanie nicht bekannt und habe auch im WWW leider nichts darüber gefunden.
Aber im Frühjahr können die Blüten und später auch die Blätter verwendet werden. Aber dazu werden wir bestimmt noch kommen, wenn die Zeit dafür ist.

Ganz liebe Grüße
Eure Barbara und Vanessa



Sonntag, 21. September 2014

Halswohl- Tee

Hallo Ihr Lieben
heute möchte ich Euch meinen Halswohltee vorstellen, den ich gerne mache, wenn es mal wieder etwas im Hals bitzelt und weh tut.
Da bei mir dieses Jahr irgendwie gar keine Holunderbeeren gibt (Beeren abgefallen oder vergammelt), hat sich Barbara angeboten mir welche zu sammeln und zu trocknen. Darauf freu ich mich schon sehr.
Laut Ursel Bühring trocknet man am besten die Beeren bei 100 Grad im Ofen, so kann der Giftstoff abgetötet werden und als Teebeigaben verwenden.

Für mich ist der Halsschmerz fast das schlimmst in der kalten Zeit, da mir die Mandeln in der Jugend entfernt wurden. Seit dem sind die Schmerzen stärker als wie ich die Mandeln noch hatte.
Leider hab ich auch sehr oft Halsschmerzen und da helfen nicht mal mehr die Lutschtabletten aus der Apotheke. Und hier kommt mein Halswohl- Tee zum Einsatz.
Ihr braucht:
* Holunderbeeren
* Holunderblüten
* Salbei
* Ringelblumenblüten
* Kamillenblüten

Ich mische die Zutaten nach meinem Belieben und "Bauchgefühl" und gebe die Mischung in ein Schraubglas, so dass ich es gleich immer Griffbereit habe.

Auf eine normale Tasse nimmt man 1- 1/2 Tl der Mischung und lässt es so 10 Minuten ziehen. Trinkt es schluckweise.
Ich mach mir gern eine ganze Kanne Tee und trink es auf den Tag verteilt, oder wenn die Schmerzen wieder unerträglich werden

HIER könnt Ihr noch mehr Pflänzchen finden, die zum Thema Halsweh hilfreich sein können

Nun wünsche ich Euch heute noch ein schönes Mabon
Eure Vanessa



Dienstag, 16. September 2014

Brombeer-Holunder-Marmelade

Hallo ihr Lieben,

weiter geht´s mit einer meiner Lieblings-Marmeladen. Besonders lecker ist sie zu Camembert oder als Plätzchenfüllung.


Zutaten:
  • 750 g Brombeeren
  • 250 g abgezupfte Holunderbeeren
  • Zitronensaft
  • 1 kg Gelierzucker 1:1
Die Zubereitung funktioniert wie alle anderen Marmeladen auch. Zuerst alles in einen großen Topf geben und ca. 4 Minuten kochen lassen. Danach macht ihr am Besten eine Gelierprobe und schöpft den entstandenen Schaum ab. Dann füllt ihr die Marmelade in heiß ausgespülte Gläser und verschließt sie sofort.

Ich persönlich mag die ganzen Kerne nicht so gerne in der Marmelade. Deshalb jage ich alles nochmal durch die "Flotte Lotte", bevor es an die Kochzeit geht.

Guten Appetit!

Liebe Grüße
Barbara

Montag, 15. September 2014

Holundersaft

Hallo ihr Lieben,

wie versprochen gibt es heute das erste Rezept zum Thema "Holunderbeeren".

Bei Erkältung trinken wohl die Meisten gerne Holundersaft. Egal ob die Erkältung schon in vollem Gange ist oder zur Vorbeugung - mit Holundersaft ist man immer gut beraten.

Der herkömmliche Saft trifft nicht wirklich meinen Geschmack und sollte auch stets verdünnt werden. Ich persönlich habe mich für ein Rezept entschieden, das eher wie Punsch schmeckt und auch sofort getrunken werden kann. Gerne teile ich euch meine Version mit euch.

Zutaten:
  • 1 Liter gezupfte Holunderbeeren
  • 3 Liter Wasser
  • 500 g Zucker
  • 1 Stange Zimt
  • 125 ml Apfelessig
  • 1/2 Bio-Zitrone
  • 8 Nelken
Gebt alles in einen großen Topf und lasst es ca. eine halbe Stunde kochen. Dann lasst ihr das Ganze über Nacht kühl stehen. Am nächsten Tag seiht ihr alles gut ab und kocht die übrige Flüssigkeit nochmals kurz auf. Sofort in sauber ausgespülte Flaschen füllen und verschließen. Dieser Saft hält sich locker zwei Jahre und schmeckt nicht nur bei Erkältung.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Liebe Grüße
Barbara

Sonntag, 14. September 2014

Holunderbeeren

Hallo ihr Lieben,

im Frühjahr haben wir euch ja bereits einiges über die Holunderblüten erzählt. Jetzt sind die Beeren dran, die jetzt reif sind.

Zu den Inhaltsstoffen zählen unter anderem Flavonoide, ätherische Öle, diverse Vitamine, Gerbstoffe und Kalzium, sowie Zink.

Gesammelt werden die schwarzen Beeren ab August bis September/Oktober. Achtet darauf, nur die reifen schwarzen Beeren zu ernten. Die unreifen Beeren sortiert bitte aus, da sie giftig sind. Allgemein gilt, dass die Beeren nie roh verzehrt werden sollten. Sie sind leicht giftig und können zu unschönen Verdauungsbeschwerden führen.

Die Heilwirkung der Beeren ist nicht so vielfältig wie bei den Blüten, dennoch sind die Beeren aufgrund ihres hohen Vitamingehalts wahre Energiebündel. Sie sind schweißtreibend, blutdrucksenkend, schmerzlindernd, abwehrsteigernd und reduzieren Fieber. Am bekanntesten ist wohl die heilende Wirkung bei Erkältungskrankheiten (auch vorbeugend), aber auch bei Nieren- und Blasenleidung.


Zur innerlichen Anwendung gibt es einige schmackhafte Möglichkeiten. Am Häufigsten werden die Beeren als Saft eingenommen, z. B. wie erwähnt bei Erkältungskrankheiten, aber auch bei Nieren- und Blasenleiden, als mildes Abführmittel, bei Gürtelrose und auch bei Nervenschmerzen. Mit Salbei angereichert kann der Saft auch bei Halsschmerzen gegurgelt werden. Bei Gelenkentzündungen verspricht eine Saftkur Linderung und Magenverstimmungen können mit einem feinen Likör gebessert werden.

Mit einem Tee oder Aufguss soll der Erkältete den Infekt „ausschwitzen“. Auch Schleim, der sich in den Nasennebenhöhlen oder den Bronchien festgesetzt hat, soll schwarzer Holunder lösen.

Allein der Sirup hilft sehr gut bei Halsschmerzen und stärkt das Herz.

Für den äußerlichen Gebrauch konnten wir keine Anwendungsbeispiele finden, was wohl nicht zuletzt an der starken Färbeeigenschaft der Beeren liegt. Dafür lassen sich aber Badesalz oder Seife mit dem Presssaft lila Färben, wodurch sich schöne Effekte auf natürlicher Basis erzielen lassen.

Sehr beliebt sind die Beeren in der Küche. Ob als Marmelade oder Gelee (auch gemischt mit anderen Früchten), als Likör, Mus oder im Kuchen. Auch als leckere Creme zum Dessert oder im Chutney zu Fisch und Fleisch werden die Früchte gerne genossen.

Im Homöopatischen Bereich gibt es Globuli, die bei Erkältungen oder zur Vorbeugung sehr hilfreich sein können. Gerade Kinder sprechen auf diese Behandlung meist gut an. Hauptsächlich wird Sambucus nigra (so der botanische Name) bei Rachenentzündungen und akuten Erkältungskrankheiten eingesetzt, aber auch bei Kehlkopfentzündungen und Erkrankungen der Bronchien mit asthmaähnlichen Beschwerden oder Keuchhusten.

Es ist auch möglich, die Beeren zu trocknen um danach in Teemischungen oder Räucherungen zu verwenden. Getrocknet werden die Beeren am Besten bei 100°C im Backofen, da so die giftige Wirkung verloren geht.

Beim Räuchern können wir die Holunderbeeren nach unserem Schicksal befragen, Heilung und Schutz, Lässt uns den rechten Zeitpunkt für unsere Handlungen zu erkennen, Hilft bei der Findung der Lebensaufgabe und des Lebenszieles, Helfer bei Ritualen, die vergangene Inkarnationen erhellen sollen, Stärkungs- und Schutzräucherung für Frauen und Kinder, Unterstützt Heilungskräfte

Aber hier noch ein wichtiger Hinweis:
In unreifen Früchten kommt die Substanz Sambunigrin vor, aus der Blausäure freigesetzt werden kann. Sie kann Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Deshalb: Nur reife Früchte in der Küche verwenden und diese kochen. Das macht sie bekömmlich.

Die nächsten Tage findet ihr hier noch einige Rezepte zu den Holunderbeeren.

Liebe Grüße
Barbara und Vanessa

Dienstag, 9. September 2014

Frauendreißiger

Hallo ihr Lieben,

lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Aber wir haben die Ferien mit den Kids ausgiebig genossen und auch sonst war allerhand geboten. Inzwischen ist mein Mann wieder bei der Arbeit, die Große geht wieder in den Kindergarten und so langsam kehrt der Alltag zurück.

Da sich der "Frauendreißiger" langsam dem Ende zuneigt habe ich heute nochmal fleißig Pflanzen geerntet, die ich nun trocknen werde.


Minze, Himbeerblätter, Salbei, Lavendel, Melisse und Thymian.

Bei uns sind jetzt die Holunderbeeren reif. Am Wochenende werde ich (sofern das Wetter mitspielt) welche ernten und euch dann tolle Rezepte damit vorstellen. Die Heilwirkung lassen wir natürlich auch nicht außer Acht. Ihr dürft also gespannt sein.

Liebe Grüße
Barbara