Freitag, 24. Oktober 2014

Samhain

Hallo ihr Lieben,

heute möchten wir Euch etwas über das Jahreskreisfest Samhain erzählen. Vielen von Euch ist es evtl. unter Halloween bekannt.

Der Name Halloween stammt von All Hallows Eve ab, was nichts anderes wie Allerheiligen heißt. Aber bevor es diesen Namen bekam war es als Samhain bekannt. Es ist eines der ältesten Feste der Menschheit überhaupt. Man sagt, es sei zwischen 4000 und 6000 Jahren alt und markiert das Ende des Jahres. Ursprünglich, so sagt man, stammt das Fest aus Irland. Samhain bedeutet soviel wie "Ende des Sommers". Dabei muss man sich vorstellen, dass unsere Vorfahren nur zwei Jahreszeiten hatten. Den Sommer und den Winter. Der Sommer ist der JahresTAG (es ist lange hell) und der Winter die JahresNACHT (es ist länger dunkel). Die Tage werden nun immer kürzer und dunkler.

Im keltischen Kalender stellt Samhain den Beginn des neuen Jahres dar, sprich es ist Silvester/ Neujahr. Dieses Fest ist nicht nur das letzte im Jahreskreis sonder auch das letzte von drei Erntefesten. Die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November nennt sich auch die Nacht der wilden Jagd.

Aber was feiert man denn nun an Samhain?
* das Neujahrsfest
* die Ehrung der Verstorbenen und Ahnen
* zu Vorhersage der Zukunft

Es steht als Fest und Symbol für den ewigen Kreislauf des Lebens aber auch des Rückzuges und der Stille. Die Themen Tod und Sterben treten in den Vordergrund, was man nun  auch in der Natur sichtbar und spürbar beobachten kann. Im Herbst zieht sich alles Lebendige zurück, alles richtet sich nach innen, hält den Atem an. Wie die Natur, so sollen auch wir los lassen um einen neuen Zyklus zu beginnen. Die Natur "stirbt" und Mutter Erde zieht sich zurück und begibt sich zur Ruhe. Dies kann man z. B. an einem Samenkorn beobachten. Das Samenkorn fällt ab, schläft auf der Erde über den Winter um dann neu zu erblühen. Hier finden wir die 3 Themen Sterben, Ruhen, Wiedergeburt.

Auch wir ziehen uns zurück und schöpfen Kraft in der Stille. Wir schauen vermehrt in uns, betrachten rückblickend das vergangene Jahr. So wird Altes los gelassen und Neues kann dadurch entstehen.

Es heißt, in dieser Nacht sind die Wände zwischen den Welten sehr dünn, daher ist Samhain eine Nacht, die außerhalb der Zeiten existiert und die man nutzen kann, um mit seinen Ahnen zu kommunizieren. Denn hierin liegt eines der wichtigsten Aspekte des Festes. Durch die Kommunikation mit den Ahnen und Verstorbenen ehrt man sie zugleich. Man kann sie um Rat, Unterstützung und Hilfe für das neue Jahr bitten, aber auch ungelöste Konflikte klären.

Man gab den Toten mit Lichtern und Kerzen sicheres Geleit in die Anderswelt. Zum Beispiel geschnitzte Fratzen in Kürbissen (in den USA) oder Rüben (Europa) haben die Aufgabe, den Verstorbenen den Weg zu weisen und böse Geister zu verscheuchen. Hier haben wir den Ursprung des heute bekannten Halloween.

Halloween selbst wurde von den Iren und Deutschen nach Amerika gebracht. Sie verfügen beide über ein keltisches Erbe. Ein Brauch davon war es, dass Kinder von Haus zu Haus zogen um Dinge wie Äpfel, Brot usw. zu erbitten. Sie baten um "Süßes oder Saures". Gaben die Menschen nichts, so mussten sie allerhand Streiche über sich ergehen lassen.

Der Brauch, an Samhain etwas von den Speisen für die Geister/Verstorbenen vor die Türe zu stellen, hat sich dann später zu dem bekannten "Trick or Treat/Süßes oder es gibt Saures" entwickelt.

Aber was hat es mit dem "Gruseligen" zu tun? Hierzu habe ich Euch einen Textauszug aus dem Buch Halloween von Silver RavenWolf (S.27)

"Das kommt unter anderem vom dem damaligen Glauben an Elfen und anderen Naturgeister. Diese hegten einen Groll gegen die Menschen, weil diese ihr Land gestohlen hatten, so dass die gezwungen waren, in der Zwischenwelt zu hausen. Manche davon galten als feindselig und weil an Samhain die Tore zur Anderswelt offen standen, glaubte man, dass die Elfen durchs Land zogen und Unheil stifteten, indem sie z. B. den ein oder anderen Mensch verschleppten..."
Diese üblen Streiche wurden natürlich von Menschen begangen und dienten offenbar als Mittel, um nochmal tüchtig über die Strenge zu schlagen.

Aber um nochmal auf den Naturaspekt zu kommen...
Die Ernte ist nun eingefahren und die Arbeiten auf dem Feld vollbracht. Für Kräutersammler bedeutet dieser Tag auch das Ende der Sammelzeit (Erntezeit).

Hier die Zusammenfassung:
*Ende des Jahres
*keltisches Neujahrsfest
*Schwelle zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt
*Zeit der Geister
*Beginn des Winters
*Fest des Gedenkens
*Wende von äußerer Aktivität in inneres Wachstum
-->"Wir gehen vom Außen ins Innen, um uns auszuruhen und uns vorzubereiten für die Rückkehr ins Außen"
* Nacht des Orakelns
* Erinnern an die Verstorbenen
* Sterbemonat der Natur

Ihr könnt euch in dieser Nacht (ab Sonnenuntergang) hinsetzen und euch euren Wurzeln zuwenden
*Woher komme ich?
*Wer waren meine Ahnen?
*Was konnte ich von ihnen lernen?
*Was haben sie mir für mein Leben mitgegeben?
*Welche Themen steigen in mir hoch?
*Was hab ich noch nicht überwunden und verarbeitet?
*Was möchte in mir heilen?

Die Themen zu Samhain sind:
*Das Leben als ewigen Kreislauf wahrzunehmen
*Sich den innersten, tiefsten und dunkelsten Gefühlen stellen
*Auseinandersetzung mit dem Tod und der Vergänglichkeit
*Das alte Jahr beenden und den "Samen" für das Neue säen
*Wertschätzung der eigenen Herkunft

Hier noch ein paar Symboliken für das Fest:
*Symbole selbst sind Kürbisse, Rüben, Kerzen, Orakelwerkzeug, Schädel
*Die Farben zu Samhain sind schwarz, braun, orange, rot

Für Räucherungen eignen sich diese Pflanzen:
Beifuß, Salbei, Minze, Apfel, Muskat, Johanniskraut, Wermut, Kiefernholz, Löwenzahn, Mistel, Iriswurzel, Wacholder, Eisenkraut, Eichenmoos, Holunder, Fichtenharz

Für eine frische, würzige und lebensbejahende Mischung kann man Salbei, Muskat, Apfel und Minze mischen.

Natürlich gibt es noch sehr viel mehr über Samhain zu berichten und zu erforschen. Aber das würde hier den Rahmen völlig sprengen. Hier noch ein kleiner Gedanke auf den Weg für Euch

"Stille sehen,
Dunkelheit hören,
Vergangenes begrüßen"

Sonntag, 19. Oktober 2014

Quitten- Marzipan- Marmelade

Hallo Ihr Lieben
Heute möchte ich ein Rezept mit Euch teilen, dass ich letztes Jahr selbst erfunden habe.
Es geht um eine Quitten- Marzipan- Marmelade. Was Ihr benötigt, ist nicht viel:
  • 1 Kg Quitten
  • Päckle Gelierzucker 2:1
  • Zimt
  • Marzipan
  • ca 300 ml Apfelsaft
  • Pürierstab
  • Gläser

Als erstes werden die Quitten feste abgerieben, so das der Flaum darauf weg ist. Dann wird sie jeweils  wie Äpfel geteilt und das Gehäuse entfernt.
Die vorbereiteten Quitten werden erstmal mit 100ml Apfelsaft  zusammen in den Topf gegeben und mit nem Deckel drauf gekocht.
Immer mal wieder nachschauen, ob noch Flüssigkeit drin ist, damit die Quitten nicht anbrennen. Ich hab ab und zu bissle nachgeschüttet (vom Apfelsaft)
und umgerührt.
Nach ner gewissen Zeit merkt man schon, wenn die Quuitten weich sind (bei mir war so ne halbe Stunde), dann hab ich den Marzipan klein gebröselt und in den Topf dazu gegeben. Nun beginnt der Apfelsaft einzudicken, daher immer bissle Apfelsaft nach geben, weil es sonst schnell anbrennt. Wenn der Marzipan aufgelöst ist, den Topf vom Herd nehmen und das Ganze fein pürieren. Nun könnt Ihr noch Zimptpulver dazu geben und verrührt alles nochmal gut.

Bevor der Topf nun wieder auf den Herd wandert,
hab ich noch bissle Apfelsaft dazu gegeben, so nach Gefühl, und hab dann den Gelierzucker eingerührt, 
auf die Herdplatte gestellt und aufkochen lassen.
Dabei immer rühren rühren rühren.
Nach 3 Minuten geblubber, die Marmelade in die Gläser abfüllen.
Das schmeckt soooooo lecker schmecker.
Vielleicht hab Ihr ja Lust es auch mal zu probieren. Dann gebt mir bescheid wie Ihr es findet.
Wünsche Euch einen schönen Abend 
Liebe Grüße Eure Vanessa

Samstag, 11. Oktober 2014

Rosskastaniensalbe

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich die Rosskastanientinktur zu einer Salbe weiterverarbeitet. Die Salbe hilft bei rheumatischen Beschwerden, Hämorrhoiden, Krampfadern, Ödemen usw. Und so geht´s.

Erwärmt dazu im Wasserbad 30 ml Olivenöl, 15 g Lanolin und 5 g Bienenwachs. In einem zweiten Gefäß erwärmt ihr 30 ml der Kastanientinktur. Wenn das Wachs und das Lanolin geschmolzen sind rührt ihr tropfenweise die Tinktur dazu. Ich nehme dazu einen kaputten Milchaufschäumer. Der kleine "Schneebesen" vorn dran eignet sich super dafür, damit sich die beiden Phasen gut verbinden.
Nun lasst ihr die Salbe abkühlen, bis sie etwa Körpertemperatur hat und beginnt festzuwerden. Dann gebt ihr noch 20 Tropfen Wacholderöl dazu und lasst die Salbe vollständig erkalten. Fertig!

Viel Spaß beim Nachmachen und liebe Grüße
Barbara

Dienstag, 7. Oktober 2014

Melissensalbe

Hallo ihr Lieben,

vor einiger Zeit habe ich euch schon mal von meinem angesetzten Melissenöl erzählt. Mittlerweile habe ich das Mazerat zu einer Salbe verarbeitet. Die Salbe hilft überall dort, wo eine entkrampfende Wirkung notwendig ist. Also z. B. bei Muskelschmerzen, Verspannungen, Menstruationsschmerzen usw. Das abgeseihte Mazerat bewahre ich übrigens in der Originalflasche des verwendeten Sonnenblumenöls auf. So habe ich auch gleich das Haltbarkeitsdatum drauf.

Für die Salbe gebt ihr 200 ml des Melissenmazerats in ein Marmeladenglas und erwärmt es mit 8 g Bienenwachs und 25 g Lanolin im Wasserbad, bis alle festen Anteile geschmolzen sind. Dann lasst ihr die Salbe abkühlen, bis sie etwa körperwarm ist und beginnt fest zu werden. Nun rührt ihr 5 Tropfen ätherisches Melissenöl gut unter und lasst die Salbe vollständig auskühlen. Gut verschlossen hält sie sich ca. ein Jahr. Hmmmm, das riecht lecker und ist herrlich entspannend.

Liebe Grüße

Barbara


Sonntag, 5. Oktober 2014

Rosskastanientinktur

Hallo ihr Lieben,

und noch ein Post zum Thema Kastanien. Und zwar habe ich sie zu einer Tinktur verarbeitet, die wunderbar bei müden und schweren Beinen hilft und auch bei Venenbeschwerden, Krampfadern usw. angewendet werden kann. Einfach die Beine damit einreiben und einziehen lassen.

Dazu schält ihr die Kastanien, schneidet das Innere klein und gebt alles in ein verschließbares Glas. Dann füllt ihr alles mit Korn oder Weingeist auf, bis die Kastanien bedeckt sind. Das Ganze lasst ihr dann mindestens drei Wochen stehen. Ab und zu schütteln nicht vergessen. Am Schluss gießt ihr alles durch ein Sieb und ihr habt eine wunderbare Tinktur für eure Beine.

Liebe Grüße
Barbara

Freitag, 3. Oktober 2014

Kastanienpulver für die Zähne

Hallöle Ihr Lieben,
gestern habe ich versucht ein Pulver aus den Kastanien zu zaubern um daraus ein zahnaufhellndes Pulver zum Zähneputzen zu kreieren.
Das Rezept das hab ich aus dem absolut tollem Buch "Grüne Kosmetik" gefunden.

Nachem ich viele Kastanien geschält habe (das mach man am besten bei TV schauen) hab ich sie liecht angetrocknet in einen Mixer gegeben.
Es hat ein ziemlichen Krach gemacht die Kastanien zu "pulverisieren"
Es roch danach nach gemahlenen Haselnüssen, die man zum  Kuchenbacken verwendet .
Leider war es nicht so fein gemahlen wie erhofft/ gewollt.
Laut Buch sollte es so fein werden wie Mehl.
Naja ich glaub dafür bräuchte ich ne elekrtische Kaffemühle.





 Ich hab dann noch versucht es zu mörsern, aber selbst da ist es nicht feiner geworden


Ich hab es dann noch auf einen Teller gestreut um zu trocknen

In der Zeit des Trocknens hab ich mir das Rezept nochmal genauers angeschaut.

Es geht darum die Zähne sanft aufzuhellen und soll entzündungshemmend wirken.
Als Pulver poliert es gut die Zahnoberfläche und löst den Zahnbelag sowie wirkt es noch bakterientötend. Es glättet die Zähne.
Was braucht man dafür (ich hab es für mich leicht abgewandelt)
* 1 TL Kastanienpulver
* 1EL Natron
* 3Tr. Minzöl
* 3 Tr. Salbeiöl (hab ich dazu genommen)

Nun nimmt man alle Zutaten zusammen und rührt es sehr gut durch.
Wie Ihr auf dem Foto sehen könnt, sieht man das die Kastanie gröber ist wie das Natron.

Anwendung: Zahnbürste mit Wasser anfeuchten und dann in das Pulver tunken und los gehts mit putzen.
Danach sehr gut den Mund ausspülen.

Ihr könnt die Menge super in so ein winziges Marmeladenglas geben, das man als Probeschraubgläschen bekommt., Hier drin soll es unbegrenzt haltbar sein. Das Pulver eignet sich nun als Zahnpolitur und Zahnreinigung.
Ich hab es auch gleich noch getestet und bin sehr erstaunt.

Mein Fazit: es fühlt sich witzig an somit die Zähne zu putzen (war nun mein ersten Mal)
Aber es stellt sich schnell ein Geschmack ein, der irgendwie bitzelte. ich denke das liegt an den Saponien die etwas seifig schmecken.
Dazu noch das Minzöl mit Salbei gibt ein ganz eigenen Geschmack.
Beim Ausspülen spürte ich gleich, dass es mit einmal spülen nicht getan ist.
Aber das Gefühl, wenn man mit der Zunge über die Zähne fährt ist einfach nur wow wow wow. So ein tolles Zahngefühl hatte ich nur nach der profesionellen Zahnreinigung beim Zahnarzt, aber nie nach dem normalen zähneputzen mit der gekauften Zahnpasta. Also ich kann es Euch nur empfehlen mal zu testen.
Seid ganz lieb gegrüßt
Eure Vanessa