Samstag, 25. Juli 2015

Heilessig für den Magen - ein Versuch

Hallo ihr Lieben,

wer die aktuelle Landapotheke zu Hause hat, der hat sicher auch den interessanten Artikel über Heilessig gelesen. Mich hat dieser Bericht so fasziniert, dass ich lange darüber nachgedacht habe, weil mir eine Idee im Kopf herumgeisterte.

Ich bin schon länger auf der Suche nach einer Alternative zu den herkömmlichen Tinkturen mit Alkohol. Gerade bei Kindern möchte ich davon weitgehend Abstand halten. Auch, wenn die Dosierung von meist wenigen Tropfen sehr gering ist, möchte ich den Einsatz von Alkohol trotzdem vermeiden. Außerdem gibt es ja auch Personen, die komplett auf Alkohol verzichten müssen. Z. B. weil sie ihn nicht vertragen oder aufgrund einer Suchterkrankung meiden müssen. Es gibt genug Gründe, die gegen den Einsatz von Alkohol sprechen.

Neugierig geworden, habe ich eine Mail an Evi Haaga, über die im Artikel berichtet wurde, geschrieben und gefragt, ob hier der Essig eine gute Alternative wäre, bzw. ob dieser die selben Stoffe aus den Pflanzen lösen kann, wie Alkohol.

Und prompt habe ich eine sehr nette Mail erhalten, die ich mit ihrer Erlaubnis mit euch teilen darf.

"Ihr Ansinnen die alkoholischen Auszüge bei Kinder soweit als möglich zu reduzieren finde ich einen sehr guten Ansatz. 
Ja - der Essig ist in der Lage besonders schonend wertvolle Inhaltstoffe aus unseren Heilpflanzen oder Lebensmitteln heraus zu lösen. Der Alkohol ist zwar beim Lösen der Stoffe ein wenig "erfolgreicher", allerdings ist es inzwischen unbestritten, dass die aggressive Wirkung des Alkohols wichtige Heilsubstanzen zerstört. Insofern hält sich dieser Vorteil also durchaus in Grenzen.
Bei Kindern würde ich auf alle Fälle einen Obstessig verwenden. Allen Essigen voran - natürlich den Apfelessig. In der Regel mögen unsere "Zwerger" den fruchtigen Geschmack der Obstessige lieber, als den, von Gemüse- oder Weinessigen. Wenn möglich, könnte man, um das komplette Wirkstoffspektrum zu erhalten, den angesetzten Heilessig ungefiltert zu sich nehmen. Allerdings ist das schon eher etwas für die "Härteren" unter uns und gerade bei Kindern nicht so beliebt. Aber ausprobieren könnte man es ja mal."

So war also die Idee geboren, diese Methode einmal auszuprobieren.

Bei Magenbeschwerden ist Iberogast schon lange ein zuverlässiger Begleiter in meiner Hausapotheke. Auf einer ähnlichen Basis habe ich nun einen Heilessig angesetzt. Dafür habe ich Minze und Melisse frisch gepflückt und mit meinem Keramikmesser zerkleinert. Dann habe ich Fenchel und Kümmel gemörsert und alles mit Süßholztee und getrocknete Kamillenblüten und Hopfenzapfen, sowie ein paar Schafgarbenblüten in ein leeres Marmeladenglas gefüllt und mit Apfelessig aufgegossen.
Nun heißt es abwarten, bis der Essig fertig ist und dann kann ich ihn testen.

Was haltet ihr davon? Findet ihr die Sache auch so spannend? Seid ihr auch so experimentierfreudig?

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Barbara

Montag, 13. Juli 2015

Wiesenbalsam

Hallo ihr Lieben,

wir beide sind ja bekanntermaßen große Fans der Zeitschrift "Landapotheke". Dort finden sich wunderbare Ideen und Rezepte, die wir sehr gerne ausprobieren und bisher auch noch nie enttäuscht wurden. Im Gegenteil - so manches Lieblingsmittel stammt aus dieser Zeitschrift.

Deshalb möchten wir euch mit freundlicher Genehmigung heute den Wiesenbalsam aus der Ausgabe 4/2013 vorstellen.

Der Balsam ist ein wunderbares Mittel für beanspruchte Füße. Er wird nach dem Baden oder Duschen in die Füße einmassiert und macht die Haut weich und geschmeidig und pflegt sie bei kleineren Verletzungen.

Für den Balsam zerkleinert ihr mit einem Keramikmesser eine Handvoll Wiesenkräuter (was ihr so findet: Salbei, Lavendel, Ringelblumen, Rosenblüten, Spitzwegerich usw.) übergießt sie mit 60 ml  Mandel- oder Olivenöl. Diese Mischung lasst ihr im Wasserbad ohne Deckel einige Stunden bei ca. 70 Grad köcheln und danach einige Tage geschlossen ziehen. Danach abseihen und mit 5 g Bienenwachs und 7 g Sheabutter erwärmen, bis alles geschmolzen ist und dann in ein Salbengefäß abfüllen. Wenn die Masse nur noch handwarm ist und beginnt fest zu werden, gebt ihr 5 - 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl dazu.

Nur noch abkühlen lassen und fertig ist euer Wiesenbalsam. Ihr werdet ihn lieben.

Alles Liebe
Barbara

Sonntag, 12. Juli 2015

Ringelblumensalbe

Hallo ihr Lieben,

eine Standardsalbe, die wohl in kaum einem Haushalt fehlt, ist die Ringelblumensalbe. Ich selbst verwende sie schon sehr lange und gerade mit kleinen Kindern finde ich sie unverzichtbar. Egal, ob trockene Haut, ein wunder Po, eine Schramme Knie oder einfach nur zur Pflege - bei uns kommt sie immer und überall zum Einsatz.


Diese wunderbare Salbe könnt ihr ganz leicht selber machen. Dafür nehmt ihr einfach 200 ml Ringelblumenöl. Wie man das macht, haben wir euch gestern gezeigt. Das Öl erhitzt ihr im Wasserbad, dann werden 5 g Kakaobutter (oder Sheabutter) und 5 - 10 g Bienenwachs (je nach dem, was für eine Konsistenz ihr mögt) darin geschmolzen. Abkühlen lassen und fertig ist eure eigene Ringelblumensalbe.

Alles Liebe
Barbara

Samstag, 11. Juli 2015

Ringelblumenöl

Hallo ihr Lieben,

für viele Salben und Heilanwendungen wird eine Basis aus Ringelblumenöl verwendet.

Dazu gebt ihr Ringelblumen in ein großes Glas und gießt so viel Öl (z. B. Oliven-, Mandel-, oder Jojobaöl) dazu, dass sie komplett damit bedeckt sind. Dieses Öl lasst ihr mindestens eine Woche an einem dunklen Ort ziehen. Dabei bitte täglich schütteln und darauf achten, dass wirklich alle Blüten bedeckt sind. Danach die Blüten abseihen und das Öl in einer dunklen Flasche lichtgeschützt aufbewahren.


Dieses Öl könnt ihr pur auftragen, oder zu einer Salbe weiter verarbeiten.

Liebe Grüße
Barbara

Freitag, 10. Juli 2015

Die Ringelblume

Hallo ihr Lieben,

im Moment hat eine ganz besondere Pflanze Hochsaison. Die Ringelblume. Schon wenn man sie ansieht, macht sie gute Laune. Dieses fröhliche, orange-gelbe Blütenmeer könnte ich stundenlang betrachten. Wusstet ihr übrigens, dass man anhand der Ringelblume das Wetter vorhersehen kann? Normalerweise öffnet die Ringelblume ihre Blüten bis spätestens 7 Uhr und schließt sie gegen 17 Uhr wieder. Sind die Blätter aber morgens um 7 noch geschlossen, wird es Regen geben. Mich fasziniert es immer wieder, wie intelligent die Natur doch ist.

Aber die Ringelblume kann natürlich nicht nur das Wetter vorhersagen. Nein, es gibt noch so viele andere Dinge, die diese Powerblume kann.

An Inhaltsstoffen enthält sie z. B. Flavonoide, Kumarine, Bitterstoffe,  Allantoin und ätherische Öle.

Gesammelt werden die ganzen Blütenköpfe ohne Stengel am Besten um die Mittagszeit. Geerntet wird während der ganzen Blühdauer zwischen Juni und September.

Die Heilwirkungen kann ich kaum alle aufzählen, so vielseitig ist die Pflanze. Sie wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral, durchblutungsfördernd, krampflösend, abschwellend, regt das Immunsystem an, fördert die Wundheilung, unterstützt den Abfluss von Lymphe, macht die Haut weich und geschmeidig und kann sich so auch positiv auf Narben auswirken.


Äußerlich liegt wohl das größte Einsatzgebiet. Am bekanntesten ist wohl die berühmte Ringelblumensalbe, die bei Entzündungen, Schürfungen, rissiger Haut, wunden Stellen und auch bei Akne zum Einsatz kommt. Das Öl wird gerne zur Pflege genommen und stellt oft die Basis für Salben dar. Vor allem bei Kinder-Pflegeprodukten findet sich die Ringelblume oft wieder. Das Öl kann aber auch als Wickel bei Halsschmerzen zum Einsatz kommen. Eine Kompresse aus Ringelblumentee lindert Herpes und Juckreiz, aber auch bei Verbrennungen, zur Wundreinigung und bei Bindehautentzündung kann man damit Linderung verschaffen. Ein Bad mit Ringelblumenblüten hilft bei Quetschungen, Krampfadern und Hämmorhoiden. Auch als Tinktur kommt die Ringelblume oft zum Einsatz. So findet sie oft Anwendung bei Sonnenbrand, Zahnfleischbeschwerden oder Sonnenbrand oder wird verdünnt bei Entzündungen im Hals und Rachen gegurgelt. Die zerriebenen Blüten sind eine wunderbare Erste-Hilfe-Maßnahme bei Insektenstichen. Und Hildegard von Bingen nutzte einen Tee aus den Blüten gerne als Kompresse bei Magenbeschwerden.

Innerlich wird die Ringelblume häufig als Tee getrunken. Oft ist sie Teil einer Teemischung, aber auch der purer Ringelblumentee hat einiges zu bieten. So wird er gerne bei Verdauungsbeschwerden, aber auch bei Beschwerden von Leber und Galle getrunken. Aber auch Schlafprobleme, Panikattacken und Unterleibskrämpfe können gemildert werden. Außerdem hilft der Tee auch gut bei Halsentzündungen.

Die Homöopathie kommt um diese Pflanze natürlich auch nicht herum. Als "Calendula officinalis" werden Globuli bei Schürf- und Risswunden, sowie zur besseren Heilung eines Dammschnitts empfohlen.

In der Küche finden Blüten in den letzten Jahren immer mehr Freunde. Darunter auch die Ringelblume. Ihre leuchtenden Blütenblätter verleihen jeder Speise Farbe. Gerade in Salaten oder Kräuterbutter macht das leuchtende Orange einiges her. Aber auch im Gelee kann man sie verwenden. Und wer auf der nächsten Grillparty für einen besonderen Hingucker sorgen will, der friert die Blüten einfach in Eiswürfel ein.

Beim Räuchern ist die Ringelblume gerade in Liebesorakeln sehr wichtig. Und wer für die Gesundheit räuchert, findet eine riesige Bandbreite der Pflanze vor. Angefangen von diversen Atemwegsbeschwerden, über Magen-Darm-Probleme bis zu den verschiedensten Arten von Schmerzen - überall kann die Ringelblume die Beschwerden lindern. Vor allem steht sie symbolisch für die Sonne und wird daher als Lichtkraftbringer eingesetzt. Gerade in der dunklen Jahreszeit geräuchert bringt sie die Sonne ins Herz und erwärmt das Gemüt. Sie bringt innere Balance sowie ein poitives Raumklima. Das Herzchackra und Solarplexus nehmen die Wirkungen sehr gerne an und laden sich somit auf. Geräuchert hilft die Pflanze zur Ruhe zu kommen, das Selbstvertrauen zu stärken und Zuversicht zu tanken. Sie wirkt aber auch heilsam, wenn man mal traurig ist... sie tröstet.

In der Magie steht die Ringelblume vor allem für Glück und Zufriedenheit und für das männliche Prinzip sowie dem Element Feuer. Ihre magischen Korrespondenten sind für Schutz, Wahrträume und Stärkung der Hellsichtigkeit. Wenn man Ringelblummenwasser auf die Augenlieder reibt, kann man besser die Naturwesen sehen. Ganz gerne wird das Blümchen für Liebeszauber und Orakel verwendet, denn sie soll die Liebe anziehen. Aber auch für Schutzzauber kommt sie zum Einsatz.

Kosmetisch werden die Blüten gerne in Pflegeprodukten aller Art verwendet. Als Gesichtswasser, klärt sie großporige Haut, eine Spülung verleiht dem Haar einen goldenen Schimmer und mildert Schuppen.

Ihr seht schon, die Ringelblume ist so vielseitig, dass man diese Aufzählung noch unendlich fortführen könnte. Es lohnt sich also auf alle Fälle, sie im Garten oder auf dem Balkon anzubauen. Und das regelmäßige Entfernen der Blüten erhöht die Blühfreudigkeit. Was für ein positiver Nebeneffekt. So hat man den ganzen Sommer Freude und kann sich gleichzeitig etwas Gutes tun.

Alles Liebe
Barbara und Vanessa